Erste Erfolge in Ila Snehalaya

Ila Snehalaya

Seit zwei Wochen leben wir jetzt gemeinsam mit 23 Kindern, zwei Schwestern und fünf festangestellten Staffmembers in Ila Snehalaya. Die Jungen hier sind zwischen sechs und 16 Jahren alt und lieben es zu spielen und zu toben, zu singen und zu tanzen. Wir wurden von allen sehr herzlich aufgenommen und fühlen uns nach zwei Wochen bereits pudel wohl. Die größte Umgewöhnung war für uns nach einem viertel Jahr ausschlafen das frühe Aufstehen, denn hier beginnt der Tag zwischen 6:45-7:00 Uhr mit dem morgendlichen Gebet bzw. der Messe. Es ist beeindruckend zu sehen, wie fein herausgeputzt und diszipliniert die Kinder schon am frühen Morgen dort sitzen und aus vollem Munde ihre Lieder und Gebete singen und beten.
Trotz der Tatsache, dass kaum einer der Jungen wirklich Englisch spricht und wir bis jetzt weder Hindi noch Assamies können, klappt die Verständigung erstaunlich gut, eine wichtige und positive Erfahrung für uns.

Das „Baumhaus“

Schon an dem Tag nach unserer Ankunft haben wir unser neues, weiträumiges Zuhause erkundet. Dabei stießen wir auf Bananenbäume, Palmen, zwei Fußballtore, einen kleinen Spielplatz und unter anderem auch auf eine große, ungenutzte Holzkiste. Sie sollte nach ein paar Handgriffen in ihrer neuen Funktion mehr Beachtung finden.
Unser Plan: ein Baumhaus für die Jungen
Somit standen wir vor der nächsten Hürde; woher bekommen wir Werkzeug und wie geben wir dem einzigen Mann auf dem Grundstück zu verstehen, dass WIR arbeiten und nicht nur delegieren möchten?
Nach und nach bekamen wir dann verschiedene hauseigene Werkzeuge, bis wir am Ende des Tages mit einem Hammer, zwei Zangen, einigen Nägeln und einer furchteinflößenden Axt unser Projekt angehen konnten.
Nach zwei Tagen und viel schweißtreibender Arbeit stand das Baumhaus einweihungsbereit an seinem Platz in einem Baum neben den Schaukeln. Die größten Probleme waren für uns die rostigen Nägel, die sich weder vernünftig aus dem Holz ziehen noch hineinschlagen ließen und das Gewicht der Kiste, das wir bei weitem unterschätzt hatten. Also brauchten wir doch die Unterstützung eines echten Mannes, um die Kiste in den Baum zu heben. In luftiger Höhe haben wir es dann noch mit Brettern, Kordel und Draht fixiert, damit es auch den wildesten Tobereien standhält.
Kaum waren wir fertig und hatten das Baumhaus freigegeben, da hingen schon die ersten Kletterwütigen im Baum und beäugten unsere Arbeit.
Nach Abschluss des ersten Projekts steht schon der Plan für unser nächstes und wir können es kaum erwarten, es in die Tat umzusetzen.

4 Gedanken zu “Erste Erfolge in Ila Snehalaya

  1. Hi Fiti und Lea! Das Baumhaus ist eine Wucht. Der indische TÜV wird bei so viel deutscher Präzisionsarbeit sicher begeistert sein. Mehr davon.
    herzliche Grüße und weiterhin gutes Gelingen euch allen :-) )
    Birgit

    • Klasse ihr beiden, weiter so!
      Falls Ihr eine Kamera dabei habt – bring soviel wie möglich verschiedene Einstellungen mit, langsame, schnelle Abfolgen, schönes, trauriges… wir wollen hier gerne versuchen, einen Film draus zu machen.
      Liebe Grüße
      Sandra

  2. Auch vom Bahnhof ganz liebe Grüße in die Ferne! Hört sich alles sehr spannend an! Weiter so!
    Annette

    • Liebe Freiwillige,
      ich freue mich schon, eure handwerklichen Ergebnisse persönlich in Augenschein zu nehmen . Bis morgen,
      Thomas