Neue Tischtennisausrüstung ist auf dem Weg nach Indien

Die SchlägersammlungSchon bei meinem ersten Aufenthalt in Paltan Bazar (Guwahati) im September hatte es mir unheimlich Spaß gemacht mit den Kindern Tischtennis zu spielen. In Paltan Bazar, wie auch im Dhirenpara, wo Benedikt und ich ab Januar sein werden, gibt es eine Tischtennisplatte. Die Platte und das Netz sind auch halbwegs zu gebrauchen.

Doch vor Allem die Kinder sind vom Tischtennis begeistert und spielen sehr trickreich. Ihr ist für mich beeindruckend gewesen, was für ein Talent die Kinder schon entwickelt haben.

Um ihr riesiges Talent zu fördern, hatte ich mir schon damals vorgenommen, wenn ich dann im Januar für 4 Monate wieder nach Indien gehe, mit den Kindern intensiv Tischtennistraining zu machen. Eine Platte und ein Netz existieren dafür, wie gesagt, auch schon, doch die Schläger, mit denen die Kinder dort spielen waren, ehrlich gesagt, katastrophal. So würde es mir nicht möglich sein das Potential der Kinder durch Training anständig zu fördern.

Nach meiner Wiederankunft in Deutschland habe ich deshalb kurzer Hand entschieden, in meinem Tischtennisverein eine Fundraising-Aktion zu diesem Zwecke durchzuführen. Mein Ziel dabei war es, möglichst viele Leute im Verein dazu zu bewegen alte Schläger und andere Tischtennisausrüstung wie Beläge, Hölzer, Bälle, Netze oder Trikots zu spenden.

Nach ein paar Wochen, in den ich viel Werbung über Plakate und Emails gemacht hatte, und viele Leute im Training angesprochen hatte, war ich zunächst etwas enttäuscht über die Resonanz im Verein.  Das änderte sich schlagartig, wie als hätte ein Schalter nur umgelegt werden müssen.

Auf einmal mal kamen die Leute in Scharen und brachten mir ihre alte Tischtennisausrüstung. Mir ist es außerdem gelungen zwei Tischtennisfachgeschäfte Matchball aus Darmstadt  und Sport Schreiner Tischtennis aus Völklingen  für meine Aktion zu begeistern. So habe ich auch hier beachtlichen Sachspenden und große Unterstützung bekommen.

Gegen Ende konnte ich mich vor Schlägerspenden kaum retten, sodass meine Fundraising-Aktion doch noch ein voller Erfolg wurde. Viele Leute aus meinem Verein lernte ich so auf eine ganz andere Art kennen. Einige Kollegen haben auch in anderen Vereinen und Trainingsgruppen für mich gesammelt. Die Unterstützung und die Faszination für meine Idee haben mich sehr gefreut und auch ein bisschen bewegt. Ein Beispiel möchte ich geben. Ein Kollege aus dem Verein habe während eines Punktspiels von meiner Aktion erzählt. Er fand das toll, was ich mache und meinte er hätte ein „ganzes Arsenal an Schlägern“, das er nicht mehr brauche. Im nächsten Training bräuchte er mir dann zwei große Taschen mit 13 Schlägern und dutzenden Belägen mit. Ich war natürlich begeistert… damit hatte nicht gerechnet. Meine Sammlung wuchs und wuchs also sehr schnell…

Letztendlich kann sich die Bilanz, finde ich, durchaus sehen lassen. Ich konnte 61 Schläger, 3 Netze, 220 Bälle, einige Trikots und vieles, vieles mehr zu sammeln. Wer sich etwas mit Tischtennis auskennt, weiß, dass es sich dabei um ein kleines Vermögen handelt. Zwischen den Jahren habe ich dann zwei große Umzugskarton mit Tischtennisausrüstung nach Indien geschickt, die hoffentlich auch dann schon da sind, wenn ich Anfang Januar ankomme.

Mit der neuen Ausrüstung wird den Kindern das Tischtennis-Spielen sicherlich deutlich mehr Spaß machen und ihre Technik kann sich durch die besseren Schläger bestimmt gut weiterentwickeln.

Eine lustige Sache ist mir dabei noch passiert. Es ist verboten Tischtennisbälle mit Flugzeug zu verschicken, da diese angeblich leicht entzündlich sind. Dann werde ich die Bälle wohl im Handgepäck mitnehmen, auch kein Problem.

Am Ende möchte ich mich, auch im Namen der Kinder aus Indien, bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich bedanken. Ich wusste, dass ich auf die Unterstützung der vielen netten Leute aus der Tischtennisabteilung des SV Darmstadt 98 setzen kann!

Vielen Dank auch an die Tischtennisabteilung des TSV Nieder-Ramstadt und von Viktoria Dieburg.

Ein besonderer Dank geht natürlich auch an das Team vom Matchball Darmstadt und an das Team vom Sport Schreiner Tischtennisartikel aus Völklingen. Ohne Euch hätte ich die Kinder nicht in diesem Maße unterstützen können …

Nun hoffe ich, dass die Kinder von den neuen Schlägern profitieren werden und ihren Spaß daran haben …

Fröhliche Weihnacht überall

Am vergangenen Samstag fingen hier die Weihnachtsfeierlichkeiten an. Die gesamte Snehalaya-Familie versammelte sich im Dhirenpara, um gemeinsam das Fest der Liebe zu feiern. Zur Begrüßung, aber auch um die Kinder ruhig zu stellen, wurden zu Beginn Brötchen und Kekse verteilt, bevor das eigentliche Programm startete. Jedes der Heime präsentierte einen Tanz oder Lied. Sogar die Weihnachtsgeschichte wurde tänzerisch dargestellt. Zusätzlich gab es drei „special acts“, zum Einen waren das wir vier Freiwillige mit einem deutschen Weihnachtslied, zum Anderen hatte Sr. Felix einige Mitarbeiter und die Schwestern zusammengetrommelt und einen Chor auf die Beine gestellt. Auf dem Keyboard begleitet sangen auch sie ein paar englische und hindi Weihnachtslieder. Ein ganz anderes Programm hatte sich Matthieu Kinnel mit ein paar Jungen aus Dhirenpara ausgedacht. Sie zeigten in einer kleinen Vorstellung, was sie in den vergangenen zwei Wochen im Judo gelernt hatten. Das reichte von Flugrollen bis hin zu echten Kämpfen. Nach einem langen Vormittag kam dann endlich der ersehnte Höhepunkt und die Geschenke wurden verteilt. Wir hatten im Vorfeld für jedes Kind eine kleine Überraschung verpackt. Father Lukose nannte das „das Outsourcing des Weihnachtsmanns“, so konnten sich die Mädchen über Kosmetik und die Jungen über Bälle und Autos freuen. Im Anschluss durften sich alle am reichlichen und vielseitigen Festmahl bedienen, zum Nachtisch gab es Kuchen und Obst.
Dann kam der Tag, der von uns mit der größten Spannung erwartet wurde, der 24. Dezember. Nach dem Frühstück bekamen die Jungen unser Weihnachtsgeschenk, jeder durfte sein eigenes T-Shirt batiken. Sie konnten wählen zwischen roter und blauer extra umweltfreundlicher Farbe, die wir aus Deutschland importiert hatten. Das Gütesiegel „umweltfreundlich“ interessierte die Inder natürlich wenig. Wie bei jeder kreativen Aufgabe waren wieder einige mit mehr und andere mit weniger Herzblut dabei. Manche machten zwei Knoten in ihr weißes Shirt, warfen es auf einen Haufen und verschwanden wieder, während andere den ganzen Prozess von Anfang bis Ende mit verfolgt und sogar Aufgaben von anderen übernommen haben. Während die T-Shirts in der Farbe einweichten haben wir noch ein letztes Mal den Backofen angeworfen und eine Menge deutscher Plätzchen gebacken.
Zur Belohnung für die getane Arbeit setzten wir uns hinterher alle zusammen und schauten „Student of the year“, einen Bollywood Film. Bevor der dreistündige Film jedoch beendet war, bekamen die Jungen ihre Geschenke von den Schwestern, ein komplett neues Outfit für jeden. Das hieß 22 Namen in jeweils Socken, Hose, Shirt und Pulli schreiben. Danach wurde noch schnell zu Abend gegessen, bevor wir alle gemeinsam zur Kirche gefahren sind, um an der Abendmesse teilzunehmen. Leider war die Messe in Hindi, sodass wir nur wenig verstanden, aber das Tanzen und Singen mit der ganzen Gemeinde im Anschluss rundete den Abend sehr schön ab, hundemüde und ohne Heimweh fielen wir in unsere Betten.
Heute Morgen stand die nächste, vom Erzbischof gehaltene Messe an. Danach hieß es wieder gefühlte tausend Hände schütteln, viel essen und „merry christmas“. In diesem Sinne wünschen wir im Namen aller Freiwilligen Ihnen und euch fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

German Beats in Guwahati

Als wir unausgeschlafen am frühen Dienstagmorgen mit dem Nachtzug in Guwahati ankamen und uns im Büro von Snehalaya in Paltan Bazar mit einem Teechen aufwärmen wollten, begannen unsere ersten Vorbereitungen zu den „German Beats“.

Father Lukose hatte uns am Abfahrtstag ins Nagaland mit der Aufgabe, eine Woche später mit 9 Jungs aus dem Dhirenpara vor dem obersten Richtern Indiens eine Performance vorzuführen, überrascht. Es ginge um Trommeln, Einräder und Diabolos, kurz gesagt „German Beats“. Wir konnten damit zu diesem Zeitpunkt wenig anfangen, mussten aber abwarten, bis wir wieder in Guwahati waren, um um das Ganze genauer anzuschauen.

Am Dienstagmorgen haben wir 4 Freiwilligen also zum ersten Mal gemeinsam mit Father Lukose über diese Performance geredet, Samstagabend bzw. Freitagabend zur Generalprobe, sollte sie stehen. Wir hatten 4-5 Tage Zeit und begannen gleich an diesem Dienstag.

In dieser Woche waren wir jeden Tag in Dhirenpara und übten mit den Jungen verschiedene Rhythmen, dazu führte ein Junge Diabolo vor und zwei andere fuhren Einrad. Mit „German Beats“ waren übrigens Eimer gemeint, die die Jungs sich um die Hüfte gurteten und darauf trommelten. Auch wir sollten unseren Teil dazu beisteuern, weshalb wir am Ende im Saree Stern über Bethlehem sangen. Die Veranstaltung bei der wir auftraten, war ein Seminar zwischen verschiedenen einflussreichen Personen, hauptsächlich Richtern Indiens, zu Kinder- und Frauenrechten.

Von der Veranstaltung an sich waren wir 4 Freiwilligen allerdings eher weniger begeistert. Am Anfang hielten alle wichtigen Personen eine Rede, dann gab es für die Zuhörer Essen und der zweite Teil bestand in verschiedenen Aufführungen von Organisationen, die mit dem Thema “Kinder- und Frauenrechten” etwas zu tun hatten. Die Kinder und Jugendlichen, die aufführten, warteten 3 bis 4 Stunden bis sie dran waren, da der Zeitplan sich verschoben hatte. Als sie dann endlich dran waren, war kein Publikum mehr da. Die VIP-Gäste saßen noch in den ersten drei Reihen, das restliche, große Auditorium war allerdings leer. Die Gäste waren nach der Essenspause nach Hause gegangen. War dies nicht eine Veranstaltung über Kinder, für Kinder? Warum hörte dann diesen Kindern keiner mehr zu? Als wir fertig waren, bedankte sich keiner und die Kinder wären einfach verschwunden, wenn wir nicht noch auf etwas zu Essen beharrt hätten, denn davon war nichts mehr da. Aber warum sollten nur die Gäste und nicht unsere Jungs nach 3-4 Stunden im Stehen warten etwas essen? Auch wenn sie noch etwas bekamen, waren wir aber etwas enttäuscht, dass die Kinder, um die es doch eigentlich ging, zu kurz kamen.

Doch nun hatten wir endlich die Zeit mit unserem großen Projekt anzufangen – unser Piratenschiff. Wir hatten schon seit Längerem Pläne geschmiedet für ein großes Schiff aus Holz, auf dem die Kinder rumtoben, klettern und entspannen können.

Schon allein die Vorbereitungen waren ein langwieriger Prozess: Man geht nicht einfach in den Baumarkt und kauft zugeschnittenes Holz, Winkeleisen und Schrauben. Nein, für das Holz sind wir in einen anderen Bundesstaat, Meghalaya, gefahren um dort in einer Holzfabrik unsere Bestellung aufzugeben. Das war allerdings auch eine beeindruckende Erfahrung, es hat sich gelohnt. Um Schrauben und ähnliches zu besorgen, zogen wir von Laden zu Laden, zeigten Fotos von Schrauben, Muttern und Winkeleisen. Wir wurden gefragt, für was wir das denn bräuchten, am Ende hatten sie es dann doch nicht. Es dauerte seine Zeit, bis wir ansatzweise alles zusammenhatten. Also konnten wir dann letzte Woche endlich beginnen und sind überrascht wie fleißig die Kinder, vor allem die Jungen, bei uns doch mithelfen. Jeden Morgen fragen sie uns, ob wir denn heute weiterarbeiten, sie sind richtig begeistert. Aber dennoch ist das Schiff eine große Aufgabe, die uns über die nächsten Wochen begleiten wird, wir freuen uns schon sehr darauf.

Heute Morgen mussten wir die Kinder allerdings enttäuschen, denn heute Morgen sind wir mit ca. 26 Jungen vom Bahnhof zu einem Picknickplatz in der Natur aufgebrochen. Snehalaya organisiert jeden Monat solche Tage, bei denen sie die Jungen und Mädchen von den Straßen und vom Bahnhof Guwahatis auflesen, ihnen Essen und Kleidung geben und sie sich duschen können. Es werden Spiele gespielt und Ausflüge gemacht, mit der Hoffnung einige dieser Kinder dazu bewegen zu können doch in einem Heim zu bleiben. Dieses Mal sollte es eine Art kleine Weihnachtsfeier sein. Wir fuhren mit ihnen raus aus der Stadt, rein in die Natur, auf eine große Wiese zwischen Hügel, an einem kleinen Bach gelegen, dazwischen Kühe. Wir spielten verschiedene Spiele, machten Wettrennen, erkundigten die Natur, scherzten herum, aßen gutes Mittagessen und hielten in der Sonne Mittagschlaf. Am Ende bekamen die Jungs alle neue Kapuzenjacken und ein paar Preise für die Gewinner der Spiele, in Form von Seife, Zahnbürsten oder Kokosöl für die Haare. Es war ein sehr schöner Tag mit diesen Kindern, auch wenn wir diesmal sehr sehr viele Schnüffeltücher einsammelten mussten und der ganze Bus nach Kleber stank. Auch wenn man nur einen Tag mit diesen Kindern verbringt, wachsen sie einem sofort ans Herz und es ist traurig zu wissen, dass die meisten zurück zum Bahnhof gehen, weiterhin schnüffeln und betteln werden.

Weihnachtsgrüße aus dem Teeland Assam

Vielleicht erinnern Sie sich: Auf unserer Projektreise im September hatte ich unweit von Gologhat (Assam) die Gelegenheit eine der vielen großen Teeplantagen zu besuchen. Wir konnten uns auch mit den Teepflückerinnen und ihren Kindern unterhalten und so aus erster Quelle erfahren, wie das Teepflücken und die ersten Verarbeitungsschritte der Teeblätter funktionieren. Wir haben das dann auch gleich selber ausprobiert.  Ich war überrascht, wie  viel Geschick und Ausdauer die Ernte von den Pflückerinnen erfordert.  Der niedrige Lohn von weniger als einem Euro pro Tag für 25 Kilogramm Teeblätter hat mich da richtig schockiert – bei uns würde dafür niemand so hart arbeiten. Auch das Tragen des Erntekorbes habe ich ausprobiert -  ich würde das nicht besonders lange durchhalten, insbesondere in dem schwül-heißen Klima.

Von dort kommt der würzige, begehrte Assam-Tee. Nach einem aufwändigen Herstellungsprozess wird der Tee in die ganze Welt verkauft.

Childaid Network ist eine Kooperation mit dem Teehaus Ronnefeldt eingegangen. Das Teehaus unterstützt Schulprojekte in Assam und hilft bei einem Projekt, das den kleinen Teebauern besseres Einkommen und damit verbesserte Lebensbedingungen ermöglichen soll.

Erstmals wird nun auch gemeinsam fair gehandelter Tee importiert und über Childaid Network verkauft.  Mit anderen Helfern haben Benedikt und ich heute eifrig die Teedosen mit Aufklebern vorbereitet und für den Verkauf vorbereitet – Schon bei der Entwicklung der Projekt-Flyer konnten wir mithelfen. Nun hoffen wir auf einen guten Verkauf. Der Erlös aus dem Verkauf der 3000 Teedosen kommt direkt den Schulprojekten für Kinder in Assam zu Gute.

Vielleicht brauchen Sie ja noch ein kleines Geschenk für Kunden, Nachbarn, Freunde oder Verwandte und wollen damit die Botschaft verbinden, dass man mit wenig viel Gutes bewirken kann? Einfach bei Childaid anrufen oder eine eMail schicken an bestellungen@childaid.net und die gewünschte Anzahl von Geschenkdosen geht auf den Weg.

Die Mithilfe in diesem Projekt hat mir sehr viel Spaß bereitet.

 

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Weihnachtsbastelei

Auch hier bei uns macht sich langsam Weihnachtsstimmung breit, zwar werden nicht in jedem Laden Lebkuchen und Weihnachtsmänner verkauft, aber die Orangensaison hat begonnen. Passend dazu haben wir einen Nachmittag lang gemeinsam mit den Jungen aus Ila Snehalaya Weihnachtsschmuck gebastelt. Aus einem assamesischen Buch und ein paar Perlen wurden kleine Engel und das aus Deutschland importierte Glitzer fand auf den selbst (ab-)gemalten Weihnachtsmotiven mehr als genug Platz. So verwandelten sich weiße Papiere in Windeseile in Christbaumschmuck, aber auch der Studyroom sah nach der Bastelrunde eher wie die Geschenkefabrik des Weihnachtsmannes aus.  Die bunten Schneemänner, Weihnachtssterne und Rentiere sind ebenso wie die Engelchen auf dem Weg nach Deutschland, um den Weihnachtsbaum der DZ Bank zu schmücken. Allerdings waren nicht nur die Kinder fleißig, sondern auch wir zwei Freiwillige haben uns mit dem Christkind getroffen und so darf seit dem ersten Dezember jeden Tag ein anderer Junge ein Päckchen des Adventskalenders öffnen.

Letzte Pinselstriche

Bevor wir uns eine einwöchige Auszeit von Guwahati gegönnt haben, wurden hier noch ein letztes Mal die Pinsel geschwungen. Das Garagentor erhielt seinen endgültigen Anstrich und auch die Basketballpfosten und Fußballtore laden nun durch die bunten Farben zum Spielen ein. Dank der Karmariders, die letzte Woche bei einem Besuch des Heimes viele Bälle in verschiedenen Farben und Größen mitgebracht haben, konnte das Basketballtraining auch direkt beginnen. An dem Teamgeist muss noch hart gearbeitet werden, im Moment gleicht dieser Mannschaftssport noch eher einem Einzelwettstreit.

Zu Besuch bei den Elefanten und Nagas

Am 27. November begann die mit Vorfreude erwartete Reise in den Kaziranga Nationalpark und anschließend in das Land der Nagas. Wir hatten leider nicht das Glück, einen der 106  Tiger zu sehen, aber dafür zeigten sich uns viele Nashörner und sogar der vom Aussterben bedrohte Hornbill (Nashornvogel). Gemeinsam mit den Karmariders besuchten wir rund um Golaghat ein paar Community Schools und ein besonderes Highlight war der Besuch einer Teefabrik. Zum Wochenende trafen wir uns dann mit den anderen beiden Freiwilligen, sowie Herrn Dr. Zinnecker und den beiden Damen von Accenture in Dimapur, um gemeinsam zum Hornbill Festival zu fahren. Es war sehr interessant, die traditionellen Tänze der Nagas und auch der anderen Stämme aus Nordostindien zu sehen und ihre Kriegsgesänge zu hören. Bei unseren Streifzügen über das Festivalgelände, tauchten wir immer wieder in die uralten Traditionen der Nagas ab, auch wenn das ein oder andere Ritual, wie zum Beispiel das Schweinefett-Wettessen für uns eher befremdlich war. Am Montag wurden noch ein paar Souvenirs und Geschenke für die Familie gekauft, bevor es dann mit dem Nachtzug zurück nach Guwahati ging, wo uns jetzt die besinnlichste Zeit des Jahres bevorsteht.