Die zweite dritte Woche – endlich angekommen und eine nasse Überraschung

Angelie beim Umzug ins HaupthausSo sieht Hochwasser in Indien aus.

So langsam kommt zu mindestens für mich Routine in das Leben hier. Da wir nun alle in den Snehalayas sind, in die wir gehören, kommen wir hier endlich richtig an.

Meine Jungs im Ila sind einfach zum klauen. Es ist zwar immer sehr laut hier, aber ich hatte mir das vorher immer lauter vorgestellt. Zur Zeit leben hier 24 Jungs von 4 bis 13 Jahren, sowie drei sehr schwer behinderte Mädchen und noch fünf weitere Mädchen, die noch zur Schule gehen. Das Afercare Hostel für Mädchen, welches sich auf dem Ila Gelände befindet, beherbergt zur Zeit 16 Mädchen, die sich so in unserem Alter befinden.

In der zweiten Woche hier in Guwahati mussten Sarah, Tatjana und ich für unseren Geschmack zu oft nach Paltan Bazar fahren, um uns zu registrieren, was heute auch endlich fertig geworden ist. Jeden Tag sind wir mit dem Bus oder per Trucker zum Snehalaya Childrights Centre gefahren, um immer wieder irgendwelche neuen Formulare auszufüllen und hochzuladen. In der zweiten Woche musste Sarah ins Krankenhaus, aber es geht ihr wieder gut. Wer dazu Näheres  erfahren will kann gerne Tatjanas Blogeintrag zu dem Abenteuer Indisches Krankenaus lesen: http://india-die-zahl-fuenf.blogspot.in/2014/09/der-erste-schock-ist-uberwunden.html

Die dritte Woche war vor allem für mich ein sehr spannendes Erlebnis. Am Montag hatte es schon angefangen sehr heftig zu regnen. Am Dientstag Morgen, als ich dann in mein Badezimmer wollte, stand ich auf einmal knöcheltief im Wasser. Bis Donnerstag gab es eigentlich kein Entkommen mehr aus dem Ila, und selbst dann musste man durch das Feld schwimmen, das vor dem Ila liegt. Wir haben das Beste draus gemacht und habe die schulfreie Zeit genutzt um in der ersten Etage (das Erdgeschoss war ja unterwasser) miteinander zu spielen und unsere neue Katze “Pussy” auf das leben im Snehalaa vorzubereiten. Als wir dann am Donnerstag mit den ersten Aufräumarbeiten fertig waren, die übrigens sehr viel Spaß machen, sind wir auf dem Hof schwimmen gegangen. Mittlerweile können wir das Ila auch wieder so verlassen, dass nur noch unsere Füße nass werden. Auf Grund der ganzen Feuchtigkeit sind viele der Kinder (ich eingeschlossen) krank geworden. Übelkeit und Fieber kursieren herum. Mir geht es wieder gut, und nur noch zwei oder drei der Jungs haben leicht erhöhte Temperatur.

Alles in Allem lässt sich von meinen zwei vergangenen Wochen sagen, dass es auf jeden Fall abenteuerlich war, und dass mich die Jungs jetzt sogar noch mehr mögen, da ich mich zum Trottel gemacht habe, indem ich mich beim Saubermachen mehrmals lang gemacht habe, aber trotzdem nicht aufgegeben habe. Wir haben sehr viel gelacht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.