Weltkindertag

Am 14. November war Weltkindertag. Auf Grund der erfolgreichen Halloweenparty am Ersten des Monats, bei deren Planung und Umsetzung ich auch involviert war, haben mich Sister Monica und Sister Sheba gebeten ein Programm für den Weltkindertag zu organisieren. Also habe ich mich mit unseren Baidos Josmin und Baby zusammen gesetzt und mit ihnen zusammen ein Konzept erstellt. Am Donnerstagmorgen habe ich mich in die Küche gestellt und habe wieder Schokopudding gekocht, nur dieses Mal für nur halb so viele wie bei der Halloweenparty. Nachdem die Kinder im Bett waren fingen die Vorbereitungen erst richtig an. Wir haben Luftballons aufgeblasen und aufgehängt und die Preise für die verschiedenen Spiele eingepackt und aufgeteilt.
Am Freitagmorgen um 5:30 Uhr, als wir aus unseren Zimmern rauskamen, hörte ich wie die Kinder erstaunt „BALLOONS“ riefen. Da war ihnen klar, dass wir an diesem Tag etwas Besonderes mit ihnen vor hatten. Wir haben erst mal etwas Sport gemacht. Wir sind zunächst über den Hof gejoggt. Danach kamen andere Übungen, wie Kniebeugen oder eine fiese Armmuskelübung, die ich noch vom Judo kenne. Zuletzt haben wir uns dann noch etwas gedehnt, bis wir dann Frühstücken gegangen sind. Danach haben wir dann sofort mit dem Programm angefangen. Topfschlagen war das erst Spiel. Es war recht schwierig im Vorfeld dieses Spiel Josmin und Baby zu erklären und die ersten paar Kinder hatten auch so ihre Probleme, aber je mehr wir es gespielt haben, desto mehr haben sie es verstanden. Die Jungs fanden es super. Sie kannten es vorher noch nicht. Die englische Übersetzung „hit the saucepan“ fanden aber alle als Namen für das Spiel nicht gerade optimal. „Gorom Tanda“ (Heiß Kalt) kam am besten an, da wir alle es ja auch während des Spiels über das Grundstück geschrien haben. Das zweite Spiel war Torwandschießen. Das vorzubereiten war doch relativ schwierig, aber am Ende haben wir zwei Fahrradreifen an einem der Tore befestigt, und da ich ja ein KarmaRider bin, passte das auch sehr gut. Das Torwandschießen sahen die Jungs als eine große, spannende Herausforderung. Es war das erste Mal, dass sie es gemacht haben, aber garantiert nicht das letzte Mal. Als drittes haben sie ein typisch indisches Spiel gespielt, was als Nichtteilnehmer sehr lustig anzuschauen ist: nur mit den Händen, ohne sie zu berühren, müssen die Teilnehmer eine Wasserflasche, die ein zwei Meter von dem Wassereimer entfernt steht, mit Wasser füllen. Da es eines der beliebtesten Spiele der Halloweenparty war, haben wir nochmal das Flaschenkegeln gemacht. Das war das geplante Programm für die Jungs. Von den Mädchen aus dem Aftercare Programm, die in ihrem eigenen Haus auf dem Ila Gelände wohnen, hatten nur sehr wenige Lust an „Reise nach Jerusalem“ oder „Zeitungstanz“ teilzunehmen. Auf Grund dessen durften die Jungs dann mit den wenigen Mädchen, die da waren, doch noch beim „Luftballontanz“ mitmachen. Alle hatten riesigen Spaß. Nach dem Rosenkranzbeeten gab es die Preisverleihung, zu der sogar alle Aftercare-Girls kamen. Keiner ist leer ausgegangen.
Sowohl für die Kinder, als auch für mich, war es ein wunderbarer Tag. Das muss ich auf jeden Fall wiederholen, nur bis dann brauche ich ein paar neue deutsche Spiele.

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