Snehalaya Pre-Christmas

Viele Sisters, Brothers, Fathers, Staff und mehr als 200 tolle, hübsche Kinder auf einem Haufen – Das kann nur ein Snehalaya Familientreffen sein! Am 19. Dezember fand im Snehalaya Dhirenpara die lange herbeigesehnte Pre-Christmas Feier statt.
Schon morgens machten sich unsere Auxilium Kinder daran, sich schön anzuziehen und die Haare zu machen. In den neuen Sweatshirts, die es von Snehalaya zu Weihnachten gab, ging es auf zum Bus, der uns alle nach Dhirenpara bringen sollte. Schon hier fing der große Spaß an, denn wie oft fahren unsere Knirpse schon mit so einem großen Bus? Es wurde nur kurz gebetet, dann aber gesungen, gespielt, Fotos und Quatsch gemacht.
In Dhirenpara angekommen wurde zuerst die aufwendig gestaltete Weihnachtsdekoration und die von den  Dhirenpara Jungs in tagelanger Arbeit selbstgebaute Krippe bestaunt! 
Solange wir auf die anderen Kinder warteten, unterhielten wir die Rasselbande mit Singen, Tanzen und Blödsinn machen. Als dann auch alle anderen Heime angekommen waren, konnte das offizielle Programm endlich beginnen. Nach einem Welcome Song einiger Dhirenpara Jungs und einer tollen Ansprache von Father Lukose folgten weitere Items von den verschiedenen Heimen. Ein paar Jungs aus Ila und einige der Beltola Mädchen tanzten. Auch Raju Ali (16) aus Dhirenpara hatte mit ein paar der kleineren Jungs einen „Fun-Dance“ einstudiert und begeisterte damit alle Anwesenden. Die Night Shelter Jungs aus Paltan Bazar präsentierten einen Song und dann waren da schließlich noch unsere Kinder, die den mit uns einstudierten Weihnachts-Action-Song erster Klasse ablieferten! Dafür hatten wir uns eine kleine Überraschung ausgedacht: Wie der Titel „What do you want for christmas?“ schon sagt, wünschen sich die Kinder im Lied immer unterschiedliche Sachen. Wir probten dies mit ein bisschen Theaterspielen, sodass immer drei Kinder zu Santa Sarah kamen, um SO ZU TUN als würden sie ein Geschenk bekommen. Was sie nicht wussten – bei der Pre-Christmas Feier hatte Santa Sarah einen echten Sack mit Geschenken dabei und überreichte Barbies, Bälle, Teddybären, Bikes und Aeroplanes. Die Freude (und auch die Verwirrung) war riesig!
Anschließend wurden offiziell die Geschenke von Snehalaya an Staff und Kinder verteilt und natürlich durfte auch hier ein Besuch vom echten Santa Claus nicht fehlen. Als es dann Essen gab wurde die Veranstaltung lockerer und die Kinder durften rumlaufen, sich alles anschauen und ein bisschen spielen. Es war schön zu sehen, dass sich die Geschwisterkinder zum Beispiel endlich wieder sahen. Manche haben sich zu Anfang unseres Aufenthaltes im September das letzte mal gesehen…

Als der Nachmittag langsam anbrach, ging es wieder zurück in die einzelnen Heime und die Busfahrt nach Auxilium war deutlich ruhiger als die Hinfahrt. Eines nach dem anderen schliefen vor allem die Kleinsten im Bus ein. Erschöpfung verursacht von einer Menge Spaß und einem tollen Weihnachtsfest!

S-Speed, S-Speed!

Seit gestern hängt Walter, der Autoreifen, als Schaukel bei Tatjana und mir im Auxilium Snehalaya an der Decke! Schon am Anfang haben wir gemerkt, dass die Kinder zwischen 4 und 12 Jahren hier wenige Spiele und Platz für Bewegung haben. Daraufhin setzten wir uns als Ziel hier ein wenig Bewegung reinzubringen!
Wieder sind wir ein Stück weiter – Wir haben eine Schaukel! Die Kinder haben riesigen Spaß daran und stehen zum ersten Mal ruhig in einer Reihe und warten darauf, dass sie dran sind, um sich auf und im Reifen super schnell – s-speed, s-speed -im Kreis zu drehen und zu schaukeln. Walter wird dem Heim neben Yo-Yo Honey Singh, dem Ölfass, hoffentlich lange Zeit erhalten bleiben und viel Spaß bringen! Eine Investition, die sich auf jeden Fall gelohnt hat. Alleine schon das Lachen der Kinder zu sehen, wenn sie auf der neuen Schaukel schaukeln, ist jeden Rupie für den Reifen wert!

Halloween Party

Am letzten Samstag war es dann so weit. Die große Halloween Party die Tatjana und ich für drei der Snehalaya Heime (120 Kinder) organisiert hatten fand endlich statt! 
Schon im Laufe der letzten Woche stimmten wir unsere Auxilium Kinder auf Halloween ein. Bastelten Fledermäuse, malten Bilder, schnitzen Kürbisse und studierten mit ihnen einen Monster-Song zu Halloween ein. Am Samstag war dann der große Tag gekommen.
Bereits morgen brachen wir mit viel Gepäck auf nach Dhirenpara, wo die Party steigen sollte. Angekommen begannen wir sofort mit den Vorbereitungen als da wären Dekoration, Spielstationen aufbauen, Pudding kochen und vieles mehr. Es gab genug zu tun um uns zu beschäftigen bis die ersten Kinder um 16 Uhr ankamen. Nur mit der Hilfe der großen Dhirenpara Jungs war es uns überhaupt möglich rechtzeitig fertig zu werden. Als gegen halb fünf die letzten Kinder kamen war die Runde komplett und wir konnten anfangen. Auxilium präsentierte den eingeübten Song, die Ila und Dhirenpara Jungs tanzten. Anschließend ging es auch schon los mit dem Stationenlauf. Alle Kinder hatten viel Spaß zusammen und haben sich riesig gefreut Geschwister und Freunde aus anderen Heimen wieder zu sehen. Die größten haben auf die kleinsten aufgepasst und gemeinsam wurde viele tolle Spiele absolviert. Vor allem aber viele Süßigkeiten abgeräumt! 
Nach den Spielen tanzten alle zusammen den Faltu-Dance, einen Tanz, der von einem Mädchen aus Snehalaya ausgedacht wurde und nun an alle Snehalaya Kinder weitergegeben wird um ihn gemeinsam beim großen Snehalaya Tag im Januar zu tanzen. Diese kleine Probe dafür sah schon mal super aus, alle haben mitgetanzt! 

Als Abschluss des Abends gab es in der Atmosphäre der leuchtenden Pumpkins und Öllampen ein großes Abendessen. Natürlich gab es Reis und Gemüse aber das Highlight des Menüs war definitiv unser „Gruselwasser“ in rot, grün und braun und der Nachtisch – Friedhofserde Schokopudding mit Keksschicht! 
Nicht nur die Kinder waren begeistert von diesem Nachmittag, nein auch wir Volunteers hatten unglaublich viel Spaß und wissen, dass sich die Arbeit definitiv gelohnt hat!

Handwashing Song

Da neulich der internationale Tag des Händewaschens war, hatte Father Lukose die Idee, dass man (also Tatjana und ich) eine allgemeine Handwasch-Aktion mit allen Kindern unseres Heims Auxilium einführen könnte um die Wichtigkeit von Hygiene zu verdeutlichen.
Gesagt, getan: Um das ganze spielerisch zu vermitteln, schrieben Tatjana und ich spontan einen Handwashing Song zu der Melodie von Bruder Jakob. Zu allem was gesungen wird gibt es dann eine Bewegung (hier heißt das allgemein Action Song) damit die Kinder lernen ihre Hände richtig zu waschen.

Hier ist das Meisterwerk:

Wash your hands
before you eat
Dunk them into water
Splash, Splash, Splash

Soap your hands
Schuwidu
Make sure everywhere is soap
soap, soap, soap

Scrub your hands
one, two, three
and between the fingers
scrub, scrub, scrub

Rub your nails
against your hand
All the dirt is gone now
rub, rub, rub

Wash your hands
with water now
Dunk them into water
splash, splash, splash

Dry your hands
take a clean towel
after that you’re finished
show your hands!

Gestern haben wir es mit den Kindern zum ersten Mal gesungen und gemeinsam alle 76 Hände gewaschen. 38 Kinder, 5 Wassereimer, 5 Stück Seife – ein amüsanter Anblick. Für uns war es am schönsten zu sehen, wie die Kinder sich hinterher gefreut haben, wie toll ihre Hände nach Seife gerochen haben. Bis gestern haben sie sich immer nur mit Wasser die Hände gewaschen, was uns ziemlich krass vorkam wenn man bedenkt, wo diese Hände den ganzen Tag über überall sind und was die Kinder alles damit machen.

Wir werden ab jetzt immer vor dem Essen mit den Kindern eine große gemeinsame Handwasch-Action machen damit sie lernen wie wichtig es ist Hände zu waschen. Außerdem lernen die Kinder wieder ein paar neue englische Wörter und verbessern beim Singen automatisch ihr Sprachgefühl.

Ab jetzt heißt es also drei mal täglich: Handwashing Song!

Child Friendly Guwahati

Kleines Update: Seit zwei Wochen nun schon arbeiten wir nicht mehr nur noch bei Snehalaya sondern auch bei Child Friendly Guwahati. Die Organisation bringt – kurz gesagt – vormittags in knapp 40 Zentren, die in ganz Guwahati verteilt sind, Straßenkinder zusammen um gemeinsam Spiele zu spielen, etwas zu essen, zu tanzen und zu lernen. Die Kinder sollen so motiviert werden, vom Straßenleben weg in einen irgendwann geregelten Alltag zu finden und vielleicht sogar noch zur Schule gehen zu können.
Wir waren zwei mal mit CFG in einem Park mit unglaublich tollem Spielplatz  um den Tag dort mit Kindern zu verbringen. Nach ein bisschen auspowern wurde dann gemeinsam ein Picknick gemacht und die Kinder haben, wie immer einmal im Monat, neue Anziehsachen bekommen. Außerdem haben alle Kinder zusammen gemalt, die Jungs hatten das Motto „Most important thing in my life“, die Mädels „Best moment in my life“. Die Bilder die dabei rausgekommen sind, haben uns zum Teil beeindruckt, zum Teil aber auch berührt.

Wir werden nun drei mal die Woche vormittags in den Centern von CFG arbeiten und hoffentlich noch viele Geschichten von den Kindern erfahren.

Endlich mal richtig austoben!

Im Snehalaya Auxilium, wo Tatjana und ich wohnen, ist leider sehr wenig Platz für die 38 kleinen, wuseligen Kinder, die nichts anderes wollen als spielen, rennen und toben. Am letzen Sonntag gingen wir deshalb mit den Kindern auf die große Wiese nebenan. Das Grundstück grenzt direkt an und trotzdem muss man jedes Mal zehn Minuten laufen um durch den Eingang auf das Feld zu gelangen. Schon einmal wurde wohl versucht einen direkten Durchgang zu organisieren – vergeblich. Wir überlegen nun zusammen mit Father Lukose, ob man das ganze Thema durch eine kleine Vorführung der Kinder für alle wichtigen Personen nicht erneut anstoßen kann. Wir haben für unsere Kinder bunte Springseile gemacht und einen kleinen Fußball organisiert. Sobald sie auf dem Feld waren ging es dann auch direkt richtig los und man konnte allen ansehen wie sehr sie es genossen einfach mal herum zu toben ohne Angst zu haben nach fünf Metern wieder vor einer Wand zu stehen. Wir haben mit den Kindern Ball gespielt, sind mit ihnen Springseil gesprungen, Räder geschlagen, Handstände gemacht und haben mit ihnen Blödsinn gemacht. Es war wirklich mal eine schöne Abwechslung zum vielen Lernen für die Schule. Wir haben es sehr genossen und auch die Kinder hatten super viel Spaß, vor allem mit den Springseilen! Als nächstes werden wir also den Bestand an Springseilen weiter ausbauen.

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Eine Woche im Snehalaya Dhirenpara

Nach einer anstrengenden Woche haben wir jetzt wieder ein bisschen Zeit, um über die vergangenen Tage zu berichten. Bereits am vorletzten Samstag haben Tatjana und ich nach einem erfolgreichen Einkauf von Reifenschläuchen angefangen, Rolas für die Kinder im Auxilium aber auch für die anderen Heime zu bauen. Rola ist ein Circusgenre und besteht aus einem Brett, das quer über einer Rolle liegt. Darauf wird balanciert und man kann verschiedene Tricks machen. Die Rohre und Bretter mit einer indischen Säge vom Nachbarn durchzusägen und die Seitenstücke mit indischen Nägeln, die bereits verrostet sind, wenn man sie kauft, zu befestigen, war eine Aufgabe, die wir nach einiger Zeit doch relativ erfolgreich meisterten! Wie erwartet kamen die Rolas unglaublich gut an. Die Kinder hatten viel Spaß damit und lernten schnell neue Tricks.
Die Woche vom 29.09. bis zum 05.10. verbrachten wir alle drei zusammen mit unseren neuen Rolas im Snehalaya Dhirenpara, wo wir während der Puja-Ferien mit den Jungs Circus machten. Für einen gemeinsamen Abend mit allen Kindern und eingeladenen Gästen studierten einige der Jungs zwei kleine Nummern ein, die sie dann präsentierten. In dieser Woche hatten wir alle viel Spaß und die Jungs nahmen uns abends mit raus, um uns das Puja-Fest zu zeigen. Als Tatjana und ich am Montag wieder im Auxilium ankamen, freuten sich unsere Kinder sehr uns weiterzusehen und es gab erst einmal eine große Knuddel-Aktion! Nun haben wir bis zum 16.10. Zeit, um erst einmal einige organisatorische Dinge zu erledigen, da unsere Kinder Exams haben, lernen müssen und somit leider gar keine Zeit für Circus haben. Wir wollen die Zeit möglichst produktiv nutzen!

Hallo ihr Lieben,
wir sind die drei neuen Volunteers von Childaid Network! Wir möchten uns kurz vorstellen:

Die erste im Bunde ist Tatjana Niedenthal, 21 Jahre alt aus Darmstadt. Sie arbeitet neben ihrem Studium zur Sozialarbeiterin im Circus Projekt Waldoni und hat letztes Jahr zusammen mit anderen Waldonis bereits ein dreiwöchiges Circus-Projekt in Indien durchgeführt und möchte dies gerne dieses Jahr für längere Zeit wiederholen.

Nummer zwei ist Maureen Salamon, 18 Jahre alt aus Duisburg. Im Juni hat Maureen ihr Abitur erfolgreich gemeistert und möchte nun zuerst einmal etwas praktisches, soziales machen bevor sie ihr Lehramtstudium für Englisch und Physik aufnimmt. Maureen ist seit zwei Jahren Mitglied der Karma-Riders und möchte im Ila ein Foto- und ein Chor-Projekt mit den Kindern machen.

Last but not least – Meine Wenigkeit. Mein Name ist Sarah Sommer, 18 Jahre alt aus Schmitten, nähe Frankfurt. Anfang des Jahres habe ich mein Abitur gemacht und möchte nun die Zeit danach nutzen um das umzusetzen was seit drei Jahren geplant war. Ich arbeite seit 5 Jahren im Amguri-Projekt mit, einer Schul-AG von Childaid Network. Für mich ist es toll all die Kinder von den Fotos nun live zu sehen und Tatjana in ihrem Circus-Projekt zu unterstützen

Wir sind am Dienstag, 09.09.14, in Guwahati angekommen und freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit vielen tollen Kindern und Erlebnissen hier!
Ihr werdet von uns hören :) DSCN0292