Wer zuerst kommt, malt zuerst

Feast of Our Lady of Fatima

Am vergangenen Wochenende feierten „unsere Schwestern” ein Fest zu Ehren ihres Ordens. Am 13. Oktober 1917 erschien Maria drei kleinen Kindern in Fatima und forderte sie auf, dort eine Kapelle zu ihren Ehren zu bauen und jeden Tag den Rosenkranz zu beten. Jedes Jahr an diesem Tag wird daher ein Fest mit einer großen Messe und allen befreundeten Pfarrern und Schwestern gefeiert.
Die Vorbereitungen waren sehr aufwendig und zogen sich über mehrere Tage hin, wir bastelten Blumenschmuck und verzierten die Kapelle, parallel dazu wurde ein Großeinkauf getätigt und am Abend gab es ein wahres Festessen mit Fleisch und Fisch. Besonders viel Spaß hat es uns bereitet, den Obstsalat für das Dessert vorzubereiten, der dann mit Vanillesoße serviert wurde.
Doch bevor gegessen werden konnte, versammelten sich alle Anwesenden zur Messe und anschließend zu einem kleinen Programm, das die Angestellten und wir mit den Jungen einstudiert hatten. Zu Beginn wurden zwei traditionelle, assamesische Tänze gezeigt, woraufhin die Kinder „If you happy and you know it“ sangen und Macarena tanzten. Für diese Leistung gab es vom Publikum großen Applaus und die Leistung der Kinder stellte unsere kleine Tanz-Performance um Längen in den Schatten. Unter angeregten Gesprächen ließen wir den Abend langsam und gemütlich ausklingen.

Das Garagentor

Pünktlich zum Fest wurde auch unser nächstes Projekt fertig, wir haben alle zusammen das Garagentor gestrichen. Nachdem wir den Anfang gemacht hatten und das Tor weiß grundiert hatten, lag die größte Schwierigkeit darin, dass alle Jungen gleichzeitig streichen wollten, aber nur zwei Pinsel zur Verfügung standen. Die Kinder durften nacheinander die einzelnen Flächen des vorgemalten Mandalas ausmalen, sodass am Ende ein großes, buntes Gesamtkunstwerk daraus entstand. Man merkte sehr schnell, welche Kinder eher fein- und welche eher grobmotorisch veranlagt sind, jedes von ihnen gab sich jedoch große Mühe. Im Endeffekt war es uns wichtiger, dass es ein Projekt von allen Kindern gemeinsam ist, als dass keine Linie übermalt und das Bild perfekt ist.

Basketballkörbe für Ila

Schon bei unserer Ankunft versprach Father Lukose uns, dass die Jungen BALD Basketballkörbe zum Spielen montiert bekämen… Jetzt, nach über einem Monat ist es endlich soweit und die Körbe stehen. Aber auch das war kein leichtes Unterfangen, denn sie wurden auf „indische Art“ montiert. Als vor vier Tagen die Handwerker das erste Mal nach Ila kamen, dachten wir, die Körbe seinen innerhalb von zwei bis drei Stunden montiert, aber so denken nur wir Deutsche. Schlussendlich brauchte es fünf Handwerker und vier Arbeitstage, bis die leicht rostigen Stangen mit den großen weißen Brettern daran in der Erde festzementiert waren. Nun wird es unsere Aufgabe sein, sie zu bemalen und mit der Farbe wetterfest zu machen.
Was man bei all der Verwunderung über die indische Arbeitsweise jedoch nicht vergessen darf, ist dass die Handwerker parallel zu den Basketballkörben auch noch an einem zweiten Projekt gearbeitet haben, von dem wir beim nächsten Mal berichten.