Handwashing Song

Da neulich der internationale Tag des Händewaschens war, hatte Father Lukose die Idee, dass man (also Tatjana und ich) eine allgemeine Handwasch-Aktion mit allen Kindern unseres Heims Auxilium einführen könnte um die Wichtigkeit von Hygiene zu verdeutlichen.
Gesagt, getan: Um das ganze spielerisch zu vermitteln, schrieben Tatjana und ich spontan einen Handwashing Song zu der Melodie von Bruder Jakob. Zu allem was gesungen wird gibt es dann eine Bewegung (hier heißt das allgemein Action Song) damit die Kinder lernen ihre Hände richtig zu waschen.

Hier ist das Meisterwerk:

Wash your hands
before you eat
Dunk them into water
Splash, Splash, Splash

Soap your hands
Schuwidu
Make sure everywhere is soap
soap, soap, soap

Scrub your hands
one, two, three
and between the fingers
scrub, scrub, scrub

Rub your nails
against your hand
All the dirt is gone now
rub, rub, rub

Wash your hands
with water now
Dunk them into water
splash, splash, splash

Dry your hands
take a clean towel
after that you’re finished
show your hands!

Gestern haben wir es mit den Kindern zum ersten Mal gesungen und gemeinsam alle 76 Hände gewaschen. 38 Kinder, 5 Wassereimer, 5 Stück Seife – ein amüsanter Anblick. Für uns war es am schönsten zu sehen, wie die Kinder sich hinterher gefreut haben, wie toll ihre Hände nach Seife gerochen haben. Bis gestern haben sie sich immer nur mit Wasser die Hände gewaschen, was uns ziemlich krass vorkam wenn man bedenkt, wo diese Hände den ganzen Tag über überall sind und was die Kinder alles damit machen.

Wir werden ab jetzt immer vor dem Essen mit den Kindern eine große gemeinsame Handwasch-Action machen damit sie lernen wie wichtig es ist Hände zu waschen. Außerdem lernen die Kinder wieder ein paar neue englische Wörter und verbessern beim Singen automatisch ihr Sprachgefühl.

Ab jetzt heißt es also drei mal täglich: Handwashing Song!

Child Friendly Guwahati

Kleines Update: Seit zwei Wochen nun schon arbeiten wir nicht mehr nur noch bei Snehalaya sondern auch bei Child Friendly Guwahati. Die Organisation bringt – kurz gesagt – vormittags in knapp 40 Zentren, die in ganz Guwahati verteilt sind, Straßenkinder zusammen um gemeinsam Spiele zu spielen, etwas zu essen, zu tanzen und zu lernen. Die Kinder sollen so motiviert werden, vom Straßenleben weg in einen irgendwann geregelten Alltag zu finden und vielleicht sogar noch zur Schule gehen zu können.
Wir waren zwei mal mit CFG in einem Park mit unglaublich tollem Spielplatz  um den Tag dort mit Kindern zu verbringen. Nach ein bisschen auspowern wurde dann gemeinsam ein Picknick gemacht und die Kinder haben, wie immer einmal im Monat, neue Anziehsachen bekommen. Außerdem haben alle Kinder zusammen gemalt, die Jungs hatten das Motto „Most important thing in my life“, die Mädels „Best moment in my life“. Die Bilder die dabei rausgekommen sind, haben uns zum Teil beeindruckt, zum Teil aber auch berührt.

Wir werden nun drei mal die Woche vormittags in den Centern von CFG arbeiten und hoffentlich noch viele Geschichten von den Kindern erfahren.

Endlich mal richtig austoben!

Im Snehalaya Auxilium, wo Tatjana und ich wohnen, ist leider sehr wenig Platz für die 38 kleinen, wuseligen Kinder, die nichts anderes wollen als spielen, rennen und toben. Am letzen Sonntag gingen wir deshalb mit den Kindern auf die große Wiese nebenan. Das Grundstück grenzt direkt an und trotzdem muss man jedes Mal zehn Minuten laufen um durch den Eingang auf das Feld zu gelangen. Schon einmal wurde wohl versucht einen direkten Durchgang zu organisieren – vergeblich. Wir überlegen nun zusammen mit Father Lukose, ob man das ganze Thema durch eine kleine Vorführung der Kinder für alle wichtigen Personen nicht erneut anstoßen kann. Wir haben für unsere Kinder bunte Springseile gemacht und einen kleinen Fußball organisiert. Sobald sie auf dem Feld waren ging es dann auch direkt richtig los und man konnte allen ansehen wie sehr sie es genossen einfach mal herum zu toben ohne Angst zu haben nach fünf Metern wieder vor einer Wand zu stehen. Wir haben mit den Kindern Ball gespielt, sind mit ihnen Springseil gesprungen, Räder geschlagen, Handstände gemacht und haben mit ihnen Blödsinn gemacht. Es war wirklich mal eine schöne Abwechslung zum vielen Lernen für die Schule. Wir haben es sehr genossen und auch die Kinder hatten super viel Spaß, vor allem mit den Springseilen! Als nächstes werden wir also den Bestand an Springseilen weiter ausbauen.

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Eine Woche im Snehalaya Dhirenpara

Nach einer anstrengenden Woche haben wir jetzt wieder ein bisschen Zeit, um über die vergangenen Tage zu berichten. Bereits am vorletzten Samstag haben Tatjana und ich nach einem erfolgreichen Einkauf von Reifenschläuchen angefangen, Rolas für die Kinder im Auxilium aber auch für die anderen Heime zu bauen. Rola ist ein Circusgenre und besteht aus einem Brett, das quer über einer Rolle liegt. Darauf wird balanciert und man kann verschiedene Tricks machen. Die Rohre und Bretter mit einer indischen Säge vom Nachbarn durchzusägen und die Seitenstücke mit indischen Nägeln, die bereits verrostet sind, wenn man sie kauft, zu befestigen, war eine Aufgabe, die wir nach einiger Zeit doch relativ erfolgreich meisterten! Wie erwartet kamen die Rolas unglaublich gut an. Die Kinder hatten viel Spaß damit und lernten schnell neue Tricks.
Die Woche vom 29.09. bis zum 05.10. verbrachten wir alle drei zusammen mit unseren neuen Rolas im Snehalaya Dhirenpara, wo wir während der Puja-Ferien mit den Jungs Circus machten. Für einen gemeinsamen Abend mit allen Kindern und eingeladenen Gästen studierten einige der Jungs zwei kleine Nummern ein, die sie dann präsentierten. In dieser Woche hatten wir alle viel Spaß und die Jungs nahmen uns abends mit raus, um uns das Puja-Fest zu zeigen. Als Tatjana und ich am Montag wieder im Auxilium ankamen, freuten sich unsere Kinder sehr uns weiterzusehen und es gab erst einmal eine große Knuddel-Aktion! Nun haben wir bis zum 16.10. Zeit, um erst einmal einige organisatorische Dinge zu erledigen, da unsere Kinder Exams haben, lernen müssen und somit leider gar keine Zeit für Circus haben. Wir wollen die Zeit möglichst produktiv nutzen!

Die zweite dritte Woche – endlich angekommen und eine nasse Überraschung

Angelie beim Umzug ins HaupthausSo sieht Hochwasser in Indien aus.

So langsam kommt zu mindestens für mich Routine in das Leben hier. Da wir nun alle in den Snehalayas sind, in die wir gehören, kommen wir hier endlich richtig an.

Meine Jungs im Ila sind einfach zum klauen. Es ist zwar immer sehr laut hier, aber ich hatte mir das vorher immer lauter vorgestellt. Zur Zeit leben hier 24 Jungs von 4 bis 13 Jahren, sowie drei sehr schwer behinderte Mädchen und noch fünf weitere Mädchen, die noch zur Schule gehen. Das Afercare Hostel für Mädchen, welches sich auf dem Ila Gelände befindet, beherbergt zur Zeit 16 Mädchen, die sich so in unserem Alter befinden.

In der zweiten Woche hier in Guwahati mussten Sarah, Tatjana und ich für unseren Geschmack zu oft nach Paltan Bazar fahren, um uns zu registrieren, was heute auch endlich fertig geworden ist. Jeden Tag sind wir mit dem Bus oder per Trucker zum Snehalaya Childrights Centre gefahren, um immer wieder irgendwelche neuen Formulare auszufüllen und hochzuladen. In der zweiten Woche musste Sarah ins Krankenhaus, aber es geht ihr wieder gut. Wer dazu Näheres  erfahren will kann gerne Tatjanas Blogeintrag zu dem Abenteuer Indisches Krankenaus lesen: http://india-die-zahl-fuenf.blogspot.in/2014/09/der-erste-schock-ist-uberwunden.html

Die dritte Woche war vor allem für mich ein sehr spannendes Erlebnis. Am Montag hatte es schon angefangen sehr heftig zu regnen. Am Dientstag Morgen, als ich dann in mein Badezimmer wollte, stand ich auf einmal knöcheltief im Wasser. Bis Donnerstag gab es eigentlich kein Entkommen mehr aus dem Ila, und selbst dann musste man durch das Feld schwimmen, das vor dem Ila liegt. Wir haben das Beste draus gemacht und habe die schulfreie Zeit genutzt um in der ersten Etage (das Erdgeschoss war ja unterwasser) miteinander zu spielen und unsere neue Katze “Pussy” auf das leben im Snehalaa vorzubereiten. Als wir dann am Donnerstag mit den ersten Aufräumarbeiten fertig waren, die übrigens sehr viel Spaß machen, sind wir auf dem Hof schwimmen gegangen. Mittlerweile können wir das Ila auch wieder so verlassen, dass nur noch unsere Füße nass werden. Auf Grund der ganzen Feuchtigkeit sind viele der Kinder (ich eingeschlossen) krank geworden. Übelkeit und Fieber kursieren herum. Mir geht es wieder gut, und nur noch zwei oder drei der Jungs haben leicht erhöhte Temperatur.

Alles in Allem lässt sich von meinen zwei vergangenen Wochen sagen, dass es auf jeden Fall abenteuerlich war, und dass mich die Jungs jetzt sogar noch mehr mögen, da ich mich zum Trottel gemacht habe, indem ich mich beim Saubermachen mehrmals lang gemacht habe, aber trotzdem nicht aufgegeben habe. Wir haben sehr viel gelacht.

Die erste Woche – Alles neu

 

Am Dienstag morgen, 9.9.2014 sind Maureen, Sarah und ich am Flughafen in Guwahati gelandet. Dort wurden wir in Empfang genommen und ins Jyoti, ein Heim für ältere Mädchen, gebracht. Hier durften wir eine Woche lang wohnen und uns relativ entspannt an Guwahati und alles was dazu gehört gewöhnen.

Aber keine Sorge: wir haben keinen Urlaub gemacht! Wir haben diese Woche genutzt, um uns alles anzuschauen, jedes Heim zu besuchen, verschiedene Menschen kennenzulernen und haben auch schon die ein oder andere Aufgabe erhalten!

Außerdem haben wir, wie man auf unserem ersten Blogeintrag sehen kann, die Vorzüge von indischer Kleidung kennengelernt und auf unserer Tour durch alle Heime auch gleich die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel wie zB. Bus, Tracker und Auto (liebevoll auch Tuck-Tuck genannt) kennen und zum Teil lieben gelernt.

Hier mal eine kleine Kurzzusammenfassung der ersten Woche in Guwahati:

09.09.2014:

-1.Mal Snehalaya Yjoti
-1. Gespräch mit Father Lukose

10.09.2014:

-1. Mal Paltan Bazar
- Regestration in Indien

11.09.2014:

-1. mal shoppen
-Passfotos in Indien

12.09.2014:

-1. Mal Ila, Übergabe von 5 Jugendlichen in das Aftercareprogramm von                          Snehalaya                                                                                                                      -1. Mal Dhirenpara, Feierlichkeit zu Ehren einer Spenderin
-Maureen zieht ins Ila

13.09.2014:

-Indische SIM-Karten! Endlich mobil!
-1. Mal Auxilium

14.09.2014:

-Teilnahme und Preise abräumen der Jyoti- Mädchen bei einem                                        Wettbewerb in Hatigaon

15.09.2014:

-1. Mal im Child Friendly Guwahati (CFG) Office
- Sarah und ich ziehen nach Auxilium- alle Freiwilligen haben ihr Ziel                               erreicht!

Hallo ihr Lieben,
wir sind die drei neuen Volunteers von Childaid Network! Wir möchten uns kurz vorstellen:

Die erste im Bunde ist Tatjana Niedenthal, 21 Jahre alt aus Darmstadt. Sie arbeitet neben ihrem Studium zur Sozialarbeiterin im Circus Projekt Waldoni und hat letztes Jahr zusammen mit anderen Waldonis bereits ein dreiwöchiges Circus-Projekt in Indien durchgeführt und möchte dies gerne dieses Jahr für längere Zeit wiederholen.

Nummer zwei ist Maureen Salamon, 18 Jahre alt aus Duisburg. Im Juni hat Maureen ihr Abitur erfolgreich gemeistert und möchte nun zuerst einmal etwas praktisches, soziales machen bevor sie ihr Lehramtstudium für Englisch und Physik aufnimmt. Maureen ist seit zwei Jahren Mitglied der Karma-Riders und möchte im Ila ein Foto- und ein Chor-Projekt mit den Kindern machen.

Last but not least – Meine Wenigkeit. Mein Name ist Sarah Sommer, 18 Jahre alt aus Schmitten, nähe Frankfurt. Anfang des Jahres habe ich mein Abitur gemacht und möchte nun die Zeit danach nutzen um das umzusetzen was seit drei Jahren geplant war. Ich arbeite seit 5 Jahren im Amguri-Projekt mit, einer Schul-AG von Childaid Network. Für mich ist es toll all die Kinder von den Fotos nun live zu sehen und Tatjana in ihrem Circus-Projekt zu unterstützen

Wir sind am Dienstag, 09.09.14, in Guwahati angekommen und freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit vielen tollen Kindern und Erlebnissen hier!
Ihr werdet von uns hören :) DSCN0292

Khatm

05 BowlingGut dreieinhalb Monate im Dhirenpara gegen langsam aber sicher zu Ende [Khatm; Hindi: fertig]. Unsere Bilanz fällt absolut positiv aus:

Die Kinder sind uns mit ihrer offenen und direkten Art sehr schnell ans Herz gewachsen. Vom ersten Tag an hat uns das Fußball- und tischtennisspielen mit den Jungs sehr viel Spaß gemacht. Auf dem Feld und an der Platte konnten wir uns sportlich messen und so richtig verausgaben. Im Laufe der Zeit konnte man auch einen guten Trainingseffekt erkennen. Die Jungs haben von der neuen Ausrüstung und dem regelmäßigen Training stark profitiert. Beim Sport haben wir auch die Namen sehr schnell gelernt und hatten so keinerlei Probleme bei der Integration.

Über die Zeit waren von Sportprojekten, über das Bauen neuer Fußballtore bis hin zu Künstlerischem viel verschieden und abwechslungsreiche Aktionen dabei. Zwar gab es dabei ab und an Herausforderung zu meistern, doch im Großen und Ganzen hat alles gut geklappt.

Mit den Jungs haben wir uns sehr gut verstanden und sie sind uns alle sehr ans Herz gewachsen. Es freut uns zu sehen, dass viele Fortschritte gemacht haben beim Englisch sprechen, im Sport oder auch in Sachen Disziplin und “Sozialverhalten”. Ich denke das ist das Wichtigste, dass sich die Jungs weiterentwickelt haben.

Zum Abschluss unserer Zeit hier im Dhirenpara haben wir dieses Wochenende für die Jungs gekocht. Es gab Spaghetti mit Tomatensauce. Beim Tomatenschneiden und Nudeln kochen wurden wir von den Jungs gut unterstützt. Das Nudelnessen an sich war ein mittleres Spektakel und die Töpfe ratzfatz leer geputzt. So war es für alle ein leckeres Abendessen.

Gestern haben wir dann noch eine Spiele-Olympiade veranstaltet. Die Jungs wurden in sechs Gruppen eingeteilt und sollten an fünf Stationen Aufgaben erfüllen. Die Stationen waren Tauziehen, Bowling, Eierlauf, Basketball und “Kuli-Versenken”. Nach anfänglichen Problemen war es eine lustige Sache bei der alle Kinder ihren Spaß hatten. Anschließend haben wir noch Süßigkeiten und Erinnerungsfotos verteilt und noch in der großen Gruppe ein Spiel gemacht. Dafür haben sich alle einen Luftballon ums Fußgelenk geknotet und versucht die der anderen zu zertreten. Das war noch mal eine Gaudi.

Wir hoffen die nächste Generation Freiwilliger hat eine genauso schöne und unvergessliche Zeit in Guwahati und führt den Volunteers-Blog weiter…

Karate-Training

Partnerübung IIIn den vergangenen gut drei Monaten habe ich im Dhirenpara immer wieder, oft mehrmals wöchentlich, Karate-Training gehalten. Einige Male auch im Ila.

Der erste Teil des Trainings bestand meist aus lockerem Aufwärmen und Technik-Training. Ohne ein Grundwissen geht es selbstverständlich nicht. Die neuen, teilweise ungewohnten Bewegungen kennen zu lernen ist ja auch spannend.

Um diese aber festigen zu können und es erst richtig interessant zu machen, ging es schnell über zum Training mit einem Partner. Hier können nun die erlernten Techniken in kampfähnlicher Situation erprobt und verbessert werden. So manch einem wurde erst in dieser Situation klar, wozu die Bewegung gut sein sollte. Die Erklärung mit Worten funktioniert nämlich nicht so gut. Zu schlecht sind die Englischkenntnisse, vor allem der jüngeren. Viel effektiver ist es da, haptische Anleitung zu geben, den Arm mitzuführen und die Kinder am Partner praktische Erfahrungen sammeln zu lassen, wie etwas am besten (oder überhaupt) funktioniert.

Wer Karate hört, der denkt vermutlich als erstes an kämpfen. Genauso ist das bei den Kindern natürlich auch. Die Partnerübung ist zwar an einem Kampf schon nahe dran, aber eben nur nahe. Die Anschaffung von Faustschützern hat in diesem Punkt Abhilfe geschaffen. An Kampfgeist fehlt es den Kindern ganz und gar nicht. Mit hoher Motivation stürzten sie sich in den Kampf. Oft mussten sie zurückgehalten werden, damit noch ein fairer Kampf um Punkte gewährleistet werden konnte, oft fiel die Anwendung der gelernten Techniken und Kombinationen im Eifer schwer. Außerdem mussten neben der Technik auch etwas Disziplin und ein paar Grundregeln gelernt werden. Zum Beispiel, dass ein Kampf nur nach beidseitigem Einverständnis stattfinden kann. Außerdem, was vermutlich am schwierigsten war, dass nach einem erzielten Punkt der Kampf unterbrochen und von neuem begonnen wird. Das Training soll schließlich mit dem Partner stattfinden und nicht gegen ihn, und im Kampf sollen Punkte errungen werden und dem Gegner nicht der größtmögliche Schmerz zugefügt werden.

Neben all den Lerneffekten bleibt natürlich das Wichtigste: Das Kämpfen macht den Jungs Spaß. Hier konnte ein Kampf unter geregelten, fairen Bedingungen stattfinden und vor allem ohne das jemand verletzt wird oder am Ende weint. Hauptsache alle haben Freude.

Wandmalerei

WandmalereiNachdem wir uns viel mit sportlichen Aktivitäten auseinandergesetzt haben, lag der Fokus diese Woche auf der Verschönerung des Heims. Die Mauern, die den Hof eingrenzen, wurden neu gestaltet.

Bevor wir allerdings anfangen konnten, musste die Wand erst einmal von anhaftendem Staub, Dreck und Moos befreit werden. Eine Aufgabe, die die Kinder mit feuereifer angingen. Der Schmutz rieselte förmlich nur so von der Wand.
Mit frisch angerührter weißer Farbe ging es nun den fast trostlosen kahlen Ziegelsteinwänden an den Kragen. Mit Schuhbürsten ähnelnden “Pinseln” trugen die Kinder die Farbe auf die Wände auf. Schnell verschwand das Rot der Ziegelsteine unter einer weißen Schicht. Dennoch dauerte es zwei Nachmittage bis die gesamte Farbe verbraucht und die gesamte Fläche der beiden Wände weiß war.

Weiße Wände waren schonmal besser als vorher, aber um einladen zu wirken musste noch etwas Farbe ins Spiel gebracht werden.
Und so entstand am dritten Tag der Schriftzug “Snehalaya” in bunten Buchstaben auf einer der beiden Wände.
Für die zweite Wand war eine individuellere Gestaltung vorgesehen: Die übrige bunte Farbe durften die Kinder dazu nutzen Handabdrücke auf der Wand zu hinterlassen. Und der Wand dadurch sozusagen ihren persönlichen Stempel aufdrücken.
Die bunte Farbe direkt mit den Händen direkt auf die Wand aufzutragen hat den Kindern am allermeisten Spaß bereitet. Wer will es ihnen verdenken? Wann darf man schonmal seine Hände in einem Eimer Farbe völlig versenken? Natürlich haben auch wir uns das nicht entgehen lassen.

Auch das Klettergerüst und die Mini-Tore blieben von der Verschönerungsoffensive nicht verschont. Beides wurde mit roter und gelber Farben neu angestrichen.
Damit erstrahlt der Innenhof des Dhirenpara nun in neuem Glanz.