Wandmalerei

WandmalereiNachdem wir uns viel mit sportlichen Aktivitäten auseinandergesetzt haben, lag der Fokus diese Woche auf der Verschönerung des Heims. Die Mauern, die den Hof eingrenzen, wurden neu gestaltet.

Bevor wir allerdings anfangen konnten, musste die Wand erst einmal von anhaftendem Staub, Dreck und Moos befreit werden. Eine Aufgabe, die die Kinder mit feuereifer angingen. Der Schmutz rieselte förmlich nur so von der Wand.
Mit frisch angerührter weißer Farbe ging es nun den fast trostlosen kahlen Ziegelsteinwänden an den Kragen. Mit Schuhbürsten ähnelnden “Pinseln” trugen die Kinder die Farbe auf die Wände auf. Schnell verschwand das Rot der Ziegelsteine unter einer weißen Schicht. Dennoch dauerte es zwei Nachmittage bis die gesamte Farbe verbraucht und die gesamte Fläche der beiden Wände weiß war.

Weiße Wände waren schonmal besser als vorher, aber um einladen zu wirken musste noch etwas Farbe ins Spiel gebracht werden.
Und so entstand am dritten Tag der Schriftzug “Snehalaya” in bunten Buchstaben auf einer der beiden Wände.
Für die zweite Wand war eine individuellere Gestaltung vorgesehen: Die übrige bunte Farbe durften die Kinder dazu nutzen Handabdrücke auf der Wand zu hinterlassen. Und der Wand dadurch sozusagen ihren persönlichen Stempel aufdrücken.
Die bunte Farbe direkt mit den Händen direkt auf die Wand aufzutragen hat den Kindern am allermeisten Spaß bereitet. Wer will es ihnen verdenken? Wann darf man schonmal seine Hände in einem Eimer Farbe völlig versenken? Natürlich haben auch wir uns das nicht entgehen lassen.

Auch das Klettergerüst und die Mini-Tore blieben von der Verschönerungsoffensive nicht verschont. Beides wurde mit roter und gelber Farben neu angestrichen.
Damit erstrahlt der Innenhof des Dhirenpara nun in neuem Glanz.

Ostern in Guwahati

09 Alle Eier gefunden!Auch hier in Guwahati wurde Ostern gefeiert…

Angefangen mit einem Gründonnerstags-Gottesdienst mit Fußwaschung, über einen ausgiebigen Karfreitagsgottesdienst mit Kreuzweg bis hin zu einem Gottesdienst am Ostersonntag, in dem es auch Taufen und eine Hochzeit gab. Das war das offizielle Rahmenprogramm über die Ostertage.

Um das ein wenig aufzulockern und auch den Kindern mal eine deutsche Tradition näher zu bringen, haben Benedikt und ich am Samstag mit den Kinder Ostereier bemalt. Alle Jungs, die Lust hatten, durften ihrer Kreativität und ihrem Talent freien Lauf lassen und die Eier mit Wachsmalstiften zu wahren Kunstwerken werden lassen. Ein beliebtes Motiv war die indische Flagge, Gesichter oder auch Szenen aus dem “Dorfleben”, wie Häuser, Felder oder Bäume. Es hat allen Spaß gemacht mal ein wenig Abwechslung in die Ostertage zu bekommen. Manche Eier waren so schön bemalt, dass es fast schon schade war, sie zu essen.

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag haben wir dann die Eier und nach ein paar andere kleinere Überraschung auf dem Gelände versteckt. Für jedes der 80 Eier ein Versteck zu finden ist auch gar nicht so einfach. Doch hat alles geklappt und am nächsten Morgen um kurz vor 6 durften die Jungs die Eier suchen. Es war ein einmaliger und kurzer Spaß, denn die meisten Eier waren im Nu gefunden. Manche, zum Beispiel das Ei in der Bambusstange, mussten zerkleinert werden, um es raus zu holen. Dafür durfte es direkt gegessen werden.

Die restlichen Eier gab es dann zum “Osterfrühstück” nach dem Gottesdienst. Mit Melone, Hefebrötchen, Milch und vielem mehr wurden die Jungs und wir richtig verwöhnt.

Zum Abschluss des Ostersonntages sind alle zusammen noch auf dem Sportplatz der Don Bosco School Fußball spielen gegangen.

Holi

Gruppenbild HoliDie letzten beiden Tage waren zwei besondere Tage für uns. Hier in Indien wurde Holi gefeiert.

Bei diesem hinduistischen Fest wird entweder der Sieg über einen bösen Gott oder der Frühlingsanfang gefeiert (je nach Interpretation vielleicht auch beides gleichzeitig).
Was gefeiert wird scheint auch nicht für alle Leute immer das Wichtigste zu sein. Wichtig ist, dass Holi das Fest der Farben ist. Die Menschen schmieren sich gegenseitig Farbpulver in allen Farben des Regenbogens ins Gesicht. Ein wirklich lustiger Brauch.

Selbstverständlich bleiben auch die Bewohner des Snehalaya Dhirenpara nicht unberührt von diesem zweitägigen Fest. Am Nachmittag des ersten Tags sind wir mit einigen Jungs auf die Straße gegangen und sind prompt von anderen Leuten angeschmiert worden. Wir haben Farbe bei einem der Straßenständen gekauft und sehr bald entbrannte eine Art Schneeballschlacht mit Farbe. Weniger mit werfen, mehr mit einseifen. Alle haben sich köstlich amüsiert und waren am Ende sehr bunt.
Anschließend wurde im Innenhof noch getanzt und nacheinander bekam jeder einen Eimer Wasser ab. Das gründliche Waschen am Ende wurde dadurch aber niemandem erspart.

Am zweiten Tag hat Father Augustine nocheinmal Farbe gekauft. Die wilde Farbschlacht fand diesmal direkt im Innenhof statt. Und auch direkt mit viel Wasser, größtenteils mit eingefärbtem. Am Ende standen im Innehof viele Pfützen aus buntem Wasser.

Ein wirklich großartiges Fest und Brauch. Vor allem die Kinder haben eine Menge Spaß daran.