Erste Tage in Guwahati

Ankunft

Vier Tage ist es nun her, dass wir uns am Frankfurter Flughafen von unseren Familien und Freunden verabschiedet haben und ins Flugzeug in Richtung Guwahati gestiegen sind. Wir, das sind Matthias Geiger, Karen Stock, Teresa Fachinger, Lea Treeter, Felicitas Muth, Felix Andelfinger und ich (Benedikt Hemmer).
Nach 2-maligem Umsteigen in München und Delhi, wo Astrid Kühne von Accenture unsere Gruppe vervollständigte, trafen wir am Mittag des 16.9. in Guwahati ein.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Heim Ila wurden wir auf 3 Heime verteilt, in denen wir von nun an, für unsere Zeit in Guwahati leben werden. Lea und Felicitas blieben in Ila, Karen, Teresa und Astrid setzten wir in Jyoti ab und fuhren selbst weiter nach Paltan Bazar, wo Matthias, Felix und ich leben sollten.

Erste Eindrücke

Allein an diesem ersten Tag wurden wir mit Eindrücke überflutet: Heißes feuchtes Klima, lauter und chaotischer Verkehr, bunte Farben, Häuser aus Wellblech und Planen, Unmengen an Müll und Dreckwasser, frei lebende Tiere, laute Musik und sich rasant abwechselnde Gerüche (Abwasser, Müll, Blumen, Gewürze und Speisen).

Die Einführungstage

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir damit, die Arbeit vor Ort genauer kennenzulernen.
Die Organisation Snehalaya unterhält in Guwahati 5 Heime:

  • Dhirenpara (Jungen)
  • Jyoti (Mädchen & kleine Jungen)
  • Ila (Mädchen & kleine Jungen)
  • Auxilium (Mädchen & kleine Jungen)
  • Paltan Bazar (ältere Jungen, sowie “Drop-in-center” für neu von der Straße geholte Kinder)

Dazu kommen Day-Care-Center, in denen Kinder betreut werden, deren Eltern diese sonst alleine zu Hause lassen müssten.

Die zu Grunde liegende Idee besteht darin, die körperliche und seelische Verwundbarkeit der Kinder zu verringern, betont Rajiv immer wieder. Dazu werden die meisten Kinder am Bahnhof aufgesammelt. Dort kommen sie einsam und schutzlos aus allen Richtungen an.
Sie kommen zunächst ins Heim Paltan Bazar, es wird versucht ihre Familie ausfindig zu machen und wenn dies nicht gelingt und sie nicht wieder fortlaufen, kommen sie in eines der anderen Heime.

Natürlich sprachen wir nicht nur darüber, sondern besuchten die Orte auch gleich:
Den Bahnhof mit den direkt an den Gleisen errichteten “Unterkünften” aus Planen, Blech und anderem Müll, ein Day-Care-Center mit ruhig schlafenden, spielenden und fröhlichen Kindern und natürlich die Heime. In den Einrichtungen, in die wir kamen, freuten sich die Kinder riesig über uns. Umso mehr, je mehr wir mit ihnen spielten. Gute Aussichten auf die Zukunft also…